4. Kulturtage Rheingauviertel-Hollerborn 2015 30.5.-21.6. 2015

(Veranstaltungsdokumentationen auch über Facebook-Seite Kulturtage Rheingauviertel-Hollerborn)

Sa. 30. 5. ,Eröffnung der Kulturtage 2015

Open Office, 4 im Quartier + Jazz live / 15- 18 Uhr

Die Architekturbüros Edith Ruffert-Bayer, Raimund Knösche (der "JazzArchitekt) und die PlanWerkStadt laden ein zum Kennenlernen bei  Häppchen und Getränken. Gast vom Türrahmenkonzert ist Frederik Köster, einer der Top-Trompeter der nationalen Jazzszene. Er spielte sein erstes Solokonzert. Köster versteht es, Stress und Hektik der Gegenwart ebenso hörbar zu machen wie die Sehnsucht nach Ruhe und Entspannung. Zur Begrüßung sprach Ortsberiratsvorsteherin Angelika Kopp.

www.frederikkoester.de | www.jazzarchitekt.de | www.planwerkstadt.de | www. ruffert-bayer.de

 

Mi. 3.6. / 15 Uhr

Niemand ist zu klein ein Held zu sein- Das Gartenzwergmusical

Mit Manfred Kessler

Waldemar ist ein stinknormaler Gartenzwerg. Täglich angelt er so sich hin. Das kann aber doch nicht alles gewesen sein? Wie es kommt, dass der kleine Wicht dann doch noch Abenteuer erlebt und aus ihn ein toller Dschungelheld wird, erfährt man als musikalisches Musical.

Mattäusgemeinde, Gemeindesaal, Daimler Str.15
www.matthaeus-wiesbaden.de

Voller Gemeindesaal in der Daimlerstraße. Manfred Kessler schlüpfte in diverse Rollen für das Mini-Musical um den Zwerg Waldemar, der von Deutschland in den Urwald reist. Nachdem ein fieser Ganster, der alle Bäume abholzt und die Tier verteibt, in die Flucht geschlagen ist, gibt es eine tolle Party mit einer Affenkombo, die aus jungen Zuschauern gebildet wurde.

 

Fr. 5.6. / 20 Uhr

Velada de canciones y poesia

Literarisch-musikalischer Abend

Spanische Kultur in Wort und Musik kann man bei diesem Trioabend erleben. Willkommen im Land von Lorca, de Falla und Rioja. Im Zentrum des Programms stehen die Ereignisse des zwanzigsten Jahrhunderts mit Krieg und Diktatur. Poesie, Politik und Folklore zeichnen eine Epoche und ihr Lebensgefühl nach.

Claire - Marie Dreiseitl  (Gesang), Leila Haas (Lesung), Martin Steinbronn (Piano)

Den südlichen Temperaturen draußen waren die Zuschauer dieses spanischen Abends Dank einer gut funktionierenden Lüftung im Hilde-Müller-Haus nicht ausgesetzt. Sie erlebten einen einfühlsamen Abend, in dessen Zentrum das bewegte Leben des Dichters Lorca stand. Mit Liedern und Klavierstücken konnte man in hispanische Welten eintauschen.

Sa. 6.6. / 18.30 Uhr

Christa Moering, ein Leben für die Malerei- Tagebuchlesung

Christa Moering gehört zu den prägenden Malerinnen, die in Wiesbaden nach dem zweiten Weltkrieg dafür sorgten, dass die moderne Kunstwelt Einzug hielt. Zum Abschluss der bis zum 6. Juni laufenden Ausstellung liest Iris Atzwanger Passagen aus dem von vielen Reisen und spannenden Begegnungen geprägten Leben der Gründerin der "Gruppe 50".

Trotz glühender Nachmittagshitze lauschten fast dreißige interessierte Zuhörer der Kurzlesung mit der Schauspielerin Iris Atzwanger in den Räumen der Kunstarche. Felicitas Reusch von der Kunstarche hatte vorab nochmal durch die kleine Ausstellung von Werken von Christa Moering geführt, die anläßlich der Publikation des Werkskatalos (Reichert Verlag) zu sehen waren. Die bisher veröffentlichten Tagebücher von Moering stammen aus den Jahren 1945-1956. Inhaltlich spannt sich ein Bogen einer jungen Frau, die sich mitten im Kriegsgetümmel nach drei jahren vor ihrem Mann trennt, zwischen eionem Jägerhäuschen im Taunus und der Heimat Naumburg pendelt, um schließlich in Wiesbaden ihre feste Heimat zu finden. Die Von Atzwanger vorgetragenen Passagen bestanden aus Notizen, Kunstüberlegeungen, Familienanekdoten, Landschaftsschilderungen und stimmungsvollen Gedichten.

Kunstarche, Im Rad 42, www.kunstarche-wiesbaden.org

 

Selbstportrait Christa Moering 1948

Einleitungstext Kathrin Schwedler (Dramaturgie+ Konzept)

"Die kosmische Erdesserin"

Miszellen aus den Tagbüchern der Christa Moering (1945-1956)

Als ich den Auftrag bekam aus den Tagebüchern von 1845-1956 von Christa Moering Passagen für eine Lesung aus zu wählen, hab ich mir erstmal gar keinen Kopf gemacht. Die Malerin war mir als Kulturbericherstatterin in den letzten 30 Jahren ständig präsent. Das wird ja eine fantastische Quelle zu Wiesbaden in der Zeit sein, malte ich mir aus. Es kam aber ganz anders. Nicht mir einer Stadt bekam ich es zu tun, sondern mit ganz vielen Orten im Rhein-Main-Neckargebiet und um Naumburg. Und vor allem lernte ich plötzlich den Menschen, die Zwillingsschwester, die Ehegattin, eine allein erziehende Mutter, eine abenteuerlich unerschrockenen Wanderin durch die Weltkriegsendzeit und einen zutiefst in Anthropologie, Pantheismus und kosmologische Entelechie versunkenen Charakter kennen.

Ich habe aus den oft losen, sprunghaften und nicht auf Vollständigkeit ausgerichteten Aufzeichnungen der umtriebigen Kunstnetzwerkerin Passagen zusammengestellt, die die äußere zeitgeschichtliche als auch die innere Wende einer jungen Frau beschreiben. 1945 geht nicht nur der zweite Weltkrieg mit seinen "Endsiegen" zu Ende. Die Ehe der neunundzwanzigjährigen Pfarrertochter aus Naumburg mit dem um zehn Jahre älteren Alo Altripp scheitert nach zwei Jahren. Die Einflussnahme des im dritten Reich als "entartet" kategorisierten Malers, der in dieser Epoche von Paul Klee und Alexej Jawlensky und der Anthroposophie beeinflusst ist, wird zu einem der Gründe, warum Moering aus der gemeinsamen Wohnung in Wiesbaden auszieht. Mit verzweifeltem Lebensmut reist die um ihren künstlerischen Ausdruck ringende junge Frau unter schwierigsten Umständen zu verschiedenen Malorten und Verwandten des teils völlig zerstörten, teils märchenhaft friedlichen Deutschland. Neue Heimat wird ihr und ihrer Zwillingsschwester vorerst das sogenannte "Jägerhäuschen" in Hausen bei Usingen. Hier, in der Taunusidylle, versucht sie Atem zu schöpfen und sich neu zu orientieren. Mit der Besetzung vom durch die Amerikaner befreiten Naumburg, wo die Eltern weiter im Pfarrhaus wohnen, durch die Russen, stellt sich die Frage, auf welche politische und damit künstlerische Seite sich Christa Moering stellt. Doch es soll noch Jahre und viele Reisen von West nach Ost, von Norden nach dem Süden dauern, bis die nunmehr allein erziehende Mutter einer Tochter für sich fest stellen kann, dass sie angekommen ist.

Sa. 6.6. / 14 - 22 Uhr

1. RüdesheimerStraßenFest

Straßenfest mit Flohmarkt, Musik, Open Stage, Essen+Trinken, Kinder- und Sportaktionen

Von der Hausgemeinschaft Rüdesheimer Strasse 19 stammt die Idee, ein Fest in unserer Strasse zu machen und viele waren sofort begeistert. Und als die lässige Sommerveranstaltung dann ab 11 Uhr mit Familienaktionen bei Nane Rosa (Kaffee+Kunst+Stoffe), ab 14 Uhr (Eröffnung durch Angelika Kopp/ OBR) mit einer Open Stage, Fitness-Spiel (Germania Apotheke) und einem gut bestückten Privat-Flohmarkt startet, war klar: Das Orga-Team hatte offenbar einen Nerv der Anwohner getroffen. Trotz Championsleague-Finale und diverser anderer Events liesen sich die Quartierbewohner bis 22 Uhr nicht entgehen auf der endlich mal verkehrsberuhigten Strasse zu sitzen. Wer ein paar Schrittchen weiter ging, konnte beim Ateleier Alexandra Deutsch reinschaun, und isch aun Kaffee, Kuchen und Kunst laben. Das DJ-Team von Café Klatsch sorgte für Sounds, Bier und gekühlte Softdrinks. Bei der AG AKU waren schon ab 19 Uhr die Bratwürste alle. Der Weinländer konnte aber mit seinem Über-die-Straße-Verkauf mit Wein, Weinmixgetränken und Flammekuchen weiter die Kundschaft bedienen. Als Porky (Wiesbadener Rock-Urgestein) dann ab 20 Uhr ins Mikro röhrte, startete ein smarte Street-Party mit Tanz und entspanntem Plausch in den hinteren Rängen. Viele Altsemster fühlten sich an die Zeiten des Nero-Straßenfvestes im Bergkirchenviertel erinnert. Zumal die ganze Aktion von vorne bis hinten rein ehrenamtlich und nonkommerziell aufgezogen ist. Der OBR und das Kulturamt hatte die Bühne und die amtlichen Genehmigungen finanziert. Bürgerkultur ist also machbar!

Handmade-Protestsong (.s.Foto, Moderatorin Leila Haas) und später Trommeler- Das Rheingauviertel ist das Kreuzberg von Wiesbaden! Venceremos!

 

Bericht WK / TB 8.8.

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/gutes-wetter-und-ebensolche-laune-beim-1-ruedesheimer-strassen-fest-in-wiesbaden_15501805.htm

Mittwoch, 10.6.2015        

Der WeinLänder, Rüdesheimerstr. 21, 65197 Wiesbaden

MORD IM RHEINGAUVIERTEL (MiR 4)

Krimi-Talk-Lesung mit:  Fenna Williams und Bernd Köstering

Moderation:  Alexander Pfeiffer  
 

Am Mittwochabend hatte sich wieder Krimi-Interessierte in den WeinLänder begeben. Unter der bewärten Moderation von Alexander Pfeiffer wurden zwei Mitglieder der Wiesbadener Vereinigung "Dostojewskis Erben" vorgestellt. Packender Charme und Schlagfertigkeit zeichnen Fenna Williams aus. Die bekennende Auringerin (ein äußerer Stadtteil von Wiesbaden) entführte in die Welt des Whiskys. Das Gertänk kann tödlich wirken, besonders wenn man in einen ganze und gährenden Bottich davon fällt. Überrascht konnte man hören, dass diese Form des Mordens fachlich als "cosy crime" bezeichnet wird. Der Offenbacher Bernd Köstering hat vor allem Goethe zum Objekt seiner Romane gemacht. Gebürtig aus der Klassikerstadt, und mit viel Verwandtschaft dort, wurde er als kleiner Bub in den Westen übersiedelt. Öftere Sommerferien in der DDR als Kind, und später anhaltende Neugierte an philosophischen Themen im Denkumfeld des Humanismus bildeten die Basis einer dreiteiligen Goethe-Krimi-Reihe, die besonders gerne von Touristen gekauft werden. Den Weimarern waren die Bücher, so berichtet Köstering, anfangs nicht geheuer, weil die Einwohner ihre Heimat ungern als Tatort krimineller Machenschaften sehen, selbst fiktiver.

Hintergrund-Informationen:

Fenna Williams, Jahrgang 1956, lebt und arbeitet als freie Autorin in Wiesbaden. Sie studierte Kreatives Schreiben in Seattle, London und Frankfurt und schreibt seit dem fiktionale und dokumentarische Drehbücher, sowie Kurzgeschichten und Romane verschiedener Genres. Als erster Teil des Autorenduos Auerbach & Keller arbeitet Fenna zusammen mit ihrer Kollegin an der Comic Crime Serie um die Haushüterin und Übersetzerin Pippa Bolle. Als Ausgleich für die einsame Schreibtischarbeit leitet sie Theatergruppen und hält Vorträge über ihre zwei Passionen: Shakespeare und Single Malt Whisky. Mit Single Malt Whisky befassen sich auch die beiden Texte, die Fenna Williams an diesem Abend lesen wird: Die Kurzgeschichte „Goldenes Versprechen“ führt direkt in eine Whiskybrennerei mit ihren mörderischen Möglichkeiten und der Auszug aus ihrem neuesten Auerbach & Keller-Krimi beweist: „Tote trinken keinen Whisky“ (Ullstein-Verlag, Berlin 2014).

Bernd Köstering, geboren 1954 in Weimar, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Er arbeitet als Medizintechnik-Ingenieur und lebt seit zwei Jahrzehnten in Offenbach am Main. Mit seinen im Gmeiner-Verlag erschienenen Romanen „Goetheruh“, „Goetheglut“ und „Goethesturm“ entwickelte er das Genre des Literaturkrimis: Je ein bekanntes Werk der deutschsprachigen Literaturgeschichte steht im Mittelpunkt der Bücher. Dieses Bezugswerk kann der Auslöser eines Verbrechens sein und die Ermittler vor Rätsel stellen, es kann aber auch helfen, den Fall zu lösen. Die Ermittler müssen es nur zu interpretieren wissen. Für den „Mord im Rheingauviertel“ stellt Bernd Köstering Szenen aus seiner Goethekrimi-Trilogie vor, die nicht nur sein Faible für den Dichterfürsten, sondern auch seine Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit reflektieren. Dass Goethe ein Weinliebhaber war, wird bei einer Veranstaltung im „Weinländer“ sicher nicht unerwähnt bleiben…

Sowohl Williams, als auch Köstering und Pfeiffer gehören zu „Dostojewskis Erben“, den AutorInnen im Literaturhaus Wiesbaden. 2009 gegründet, zählen zu dieser losen Gruppierung Schriftsteller, Drehbuchautoren, Journalisten und Textschaffende aus dem Rhein-Main-Gebiet aller literarischen Genres. Der Name geht natürlich zurück auf den russischen Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski (1821-1881), der sich 1865 in Wiesbaden aufhielt und im Casino seine komplette Reisekasse verspielte. Im Herbst 2012 veröffentlichten „Dostojewskis Erben“ als erstes Gemeinschaftswerk den Kriminalroman „Agenten-Roulette“ (Brücken-Verlag, Wiesbaden). 2013 folgte mit „Kurzer Prozess“ eine Sammlung „kurzer Krimis mit Langzeitwirkung“ (Brücken-Verlag, Wiesbaden). Für den Herbst 2015 ist mit „Bei Zitat Mord“ ein Anthologieprojekt angekündigt, dessen Geschichten allesamt an Dostojewskis legendären Roulette-Roman „Der Spieler“ anknüpfen.    

 

Do.11.6.12.15- 15.00

Donnerwetter! - Rollen, Figuren, Szenen und ich

Der Lehrer und Theaterpädagoge Ulrich Poessnecker ist bekannt als der "spiritus rector" der Theater-AG am Gymnasium vom Mosbacher Berg. Momentan beruflich in Sabbatjahr wird der leidenschaftliche Schultheatermacher als Gast der Gerhardt-Hauptmann-Schule einen Einstieg bieten zu szenischern Spielfindung, Anwärmspiele, Körperausdrucksübungen und Sprechen auf der Bühne. Dieses Jahr hat Poessnecker sein reich bebildertes Buch "Wild gespielt" (VerlagSieben) zu 35 Jahren Schultheater veröffentlicht.

Und das für beide Seiten neuartige Experiment ist geglückt! Trotz Bullenhitze hatte sich zu dem freiwilligen Kurs erstaunlich viele Schüler und vor allem Jungs angemeldet. Bei den zwei Theatergastspielen im Rahmen der Kulturtage vorher war immer wieder die Frage aufgetaucht, wie machen Schauspieler ihren Job? Daher diesmal einen Worshop unter professioneller Leitung. Obwohl man den Mitmacherne teilweise anmerkte wie fremd ihnen scheinbar ganz einfache Übungen zu zweit waren, probierten sie offen alles aus. Jemandem in die Augen sehen? Äh, doch nicht so einfach. Wenn es aber alle paarweise machen, und endlich niemand mehr kichert, hat man doch eine neue Erfahrung gemacht. Ein Mächen ansprechen, ihr die Hand auf die Schuleren legen? Hubs! Und man darf aber nur "ja" und "nein" als Gesprächswörter nehmen. Und der Leiter will auch nicht, dass man das mit Gefühlen wie Charme oder Wut sagt. Beim einen Paar genügen ein paar anläufe. Das andere Paar bekommt die szene nicht in den Griff. Irgendwie sonderbar. Dass man mit Kaspereien nicht weiter kommt, stellt sich heruas, dals es darum geht in einer Reihe stehend eine Geschichte im Stil "Stille Post" aber lauf zu erzählen. Jeder nur einen Satz. Statt einser starken Story fällt den Jungs nur eine Aufzählung von Mädchen ein, die blond sind. Darüber sind sie selbst nicht begeistert. "Wiederholung!", kreischt die Truppoe einen Jungen an, der dauernd aus einer Tür raus kommt, und mit einzelnen Sätzen versucht die Meute an zu machen. Genau, man muss diese Sätrze und Wörter immer nochmal und nochmal vorführen. Das ist Dank des Kursleiters und seinem insistieren offenbar so eine tolle Aufgabe, dass niemand kneift. Schon komisch so Theaterübungen, machen aber doch Spaß. Einige sind sogar mit Feuereifer dabei. Als um 14.30 Uhr eine zweite Klasse sich von den Kursteilnehmern vorspielen lässt, was sie denn so gemacht haben, kommt im gemeinsamen Chor der verflucht schwierige Text von König Attlia dem Hunnen fast synchron aus über zwanzig Mündern. Direktorin Hildergard Pöppe erntet ein Grinsen, als sie sich traut sopntan auch eine Sprechübung mit zu machen, bei den man immer auf ein Wort des Gegenüber ein neues sagen muss. Tücke: Das Wort muss mit dem letzten Buchstaben des vorher gesagten Wortes anfagen. Und: Man dafür keine Namen verwenden. "Emil" rutscht Frau Pöppe für ein E-Wort raus. Tja, Wortspiele vor allem vor Zuschauern, dass verlangt Mut und Konzentration. Und am ende ders Kurses ist die größte Power auch schon weg. Rumrennen und jemandem mehrmals und mit verschiedenen Betonungen sagen, dass man mit dem Zug nach Berlin fährt- das ist um die Uhrzeit einfach nicht mehr fehlerfrei drin. Großes Kompliment an Poesenecker, der aus den angeblich so uninteressierten Teenagern eine Spielfreunde, und soweit man hörte Lust auf mehr erwecken konnte.

    

Berichte auch auf Facebook:

https://www.facebook.com/groups/1433793043536027/

 

So. 14.6. /  11 Uhr
Rheingauviertel-Historisches und Aktuelles

Dr. Helmut Arnold, langjähriges Ortsbeiratsmitglied, führte vom inneren zum äußeren Rheingauviertel.

Fotos: Gabriele Kammerer

So. 14.6

Platz im Viertel- Workshop und Straßenaktion, 14 -16.30 Uhr, Workshop: Gestalten von Sitzskulpturen

In den Atelierräume der Marcobrunner Straße 13 fand ein anregender Workshop mit Christa Göppert und Mireille Jauz statt, bei dem Stühle bearbeitet wurden. Um 17 Uhr wurden die Exponae dann Teil einer spontanen Choraktion an der Kreuzung Marcoburnner/ Eltviller Straße. Motto des ganzen Kunst-Projekts: Platz im Viertel.                                                       

     

 

Do. 18. Juni

Bericht Zeitung WK / TB

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/kinder-finden-beim-spielefest-von-casa-kurzweiliges-beschaeftigungsangebot-im-hollerborn_15658728.htm

o,

Fr. 19.6.,17.00- 20.00 Uhr

Leibspeisen der 131 Nationen

www.albrecht-duerer-realschule.de, Lahn Str. 34

WK / TB Bericht:

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/duererschueler-praesentieren-im-rahmen-der-kulturtage-rheingauviertel-internationales-buffet-mit-leibspeisen-der-131-nationen_15665975.htm

Kleine kulinarische Reise durch die Vielfalt unserer 131 Nationen des Ortsteils Rheingauviertel/ Hollerborn. Die Schüler und Schülerinnen sowie deren Eltern der Albrecht-Dürer-Realschule, der Friedenschule in Wiesbaden, präsentieren kleine Köstlichkeiten ihrer Herkunftsländer und stellen diese vor. Leider konnte wegen des kühlen und teile regnerischen Wetters draußen nicht aufgedeckt werden. Entsprechend drängten sich die Gäste, um entlang der internationalen Esstheke. Deutsche Apfeltaschen, russische Pyroschki, italienisches Tiramisu, portugiesischer Bakalau oder orientalische Couscous-Salat zählten zu den herzhaften wie süßen Angeboten. Um 50 Cent kostete die Imbisse pro Stück. Das Konzept statt wie vorher ein mehrstündiges Dinner mit Sitzordnung gegen ein lässiges Bistro-Ambiente zu tauschen ging voll auf. Denn diesmal waren wirklich jung bis alt vertreten. Ein Fernsehteam hielt die kulinairsche Schüleraktion fest. Schulhof, Eingang und Mensa waren geschmückt und mit Infotafeln zu den vertretenen Ländern ausgestattet. Interkultureller Austausch mal anders als an der Schultafel.

 

Samstag 20.Juni

Sommerfest Christa Moering Platz, KünstlerInnen-Viertel

Noch nie was vom Künstler/innen-Viertel gehört? Seit 2006 wird auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs West Nähe Dotzheimer Straße gebaut. Inzwischen wohnen hier etwa 1.400 Mensche in Reihenhäusern, Etagenwohnungen und einer Seniorenwohnstätte. Eine Grundschule, ein Kindergarten und ein Stadtteil-Bistro gehören ebenfalls zum mit Grünzonen durchwebten Gebiet. Ein Nachbarschaftsteam aus Ehrenamtlichen lud zum "Sommerfest" für die ganze Familie ein. Auf der zentralen "Piazza", die nach der berühmten Malerin Christa Moering benannt ist, ging es bei leider etwas frischen Temperaturen ab 14 Uhr mit ganz vielen Aktionen los. Das Organsiationsteam der "Bürgerinitiative Künstler/innen Viertel hatte um den Vorsitzenden Markus Frenz geschart ein ansprechendes Familienfest zusammen gestellt. Statt konfektioniertem kommerz setzte man glücklich auf Eigeninitiative und vor allem kulturelle Offenheit. Die Zeltaubauten der Islamischen Gemeinde Tauhid Moschee, das Cafe DaVinci, das Seniorenheim, die EVIM, die Evangelische Versöhnungsgemeinde, CASA, die Matthäus Gemeinde und der Kulturclub 55Plus ließen es sich nicht nehmen ihre Beiträge für ein Nonstopprogramm bis zum frühen Abend bei zu tragen. Orientalische Düfte, Geschmäcker, arabeske Kalligraphie auf Leinwand (Öl) und Arabesken auf Händen (Henna) und ein Fotostudio, wo sich die Kinder als Scherazade oder Aladin verkleiden konnten sorgten für eine Stimmung aus tausend und einer Nacht. Die Rollerbahn, die Hüpfburg und das Kinderschminken waren dauerhaft von Kindern umlagert. Bei DaVinci bruzzelten Steaks und Würste. Achim Wölfinger am Keyboard sorgte für Schlagerstimmung. Der Gospelchor der Matthäuskirche und der Internationale Frauenchor von Casa sangen alleine und zusammen mit den Gästen. Das Mädchenquartett "Bella Rouge" zeigte flotte Pop-Choreographien. Etwas enttäuscht waren nur die Flohmarktteilnehmer: Bei dem wechelshafte Wetter um 16 Grad waren Kaufinteressenten sehr rar. Das friedliche und kunterbunte Treiben der Nachbarschaften aus dem Quartier machte nicht nur einfach gute Laune, sondern bewies wie gut das Nebeneinander von Kulturen funktionieren kann. Wenn man es zusammen nur herzlich will.

 

So. 21.6 Irischer Tanz und Celi-Party

Fiddle & Feet School of Dancing, Winkeler Str. 6

www.fiddle-and-feet.de, Natalie@fiddle-and-feet.de

so flott unterwegs beim Tanzen, dass selbst die Kamera nicht mitkommt.