1.) Galerie Nachlese

17. Juli Eröffnung der Kulturtage Rheingauviertel-Hollerborn

Eröffungsfest im Hof der Vielfalterei mit Band "Katjas Basar", Kuchentheke, offenem Ateliers und Tonstudio, Kuchentheke, Sitzkissenlesung  und Treffen von Mitmachern und Interessierten

 

Führung "Neues und altes Rheingauviertel" mit Brigitte Forßbohm

Mit dem Bau der Ringkirche begann die Besiedlung jenseits des ersten Rings in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Nach vorne schmucker Stuck und hochwertige Bürgerwohnungen mit allem neuzeitlichen Komfort. Im Hinterhof unverputze Werkstätten und Waschküchenatmosphäre.Was heute alte aussieht war in der Weimarer Republik nagelneu: Sozialer Wohnungsbau in der Kiedricher Straße im Stil der neuen Sachlichkeit mit nur wenige Schmuckmotiven und begrünten Innenhöfen.

 

19.Juni, "Mord im Rheingauviertel", WeinLänder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotz tropischer Temperaturen hatten sich wieder etliche Gäste zur Krimilesung "MiR" im WeinLänder (Rüdesheimerstrasse) eingefunden. Die von einem neuen Pächter neu ausgestaltete Winebar erwies sich jenseits der probbenvollen Außenterrasse im UG eines Altbaus als "coole" Kulturlokation.  Publizist Alexander Pfeiffer hatte wie im Vorjahr zwei seiner Krimikollegen aus dem Wiesbadener Verbund "Dostojewskis Erben" zu einer Kombilesung mit Gespräch eingeladen. Karsten Eichner las drei amüsante Kurzgeschichten, in denen Sherlock Holmes eine gestohlene Partitur von dem im Biebrich weilenden Richard Wagner wieder findet,  Präsident Bush in Mainz fast von einer Mordsbrezel getötet wird, und Harry klein Gedankenspielen seinen Lauf lässt, wie man seinen Chef Stefan Derrick beseitigen könnten. Christiane Geldmacher stellte auszugsweise ihren Roman "love@miriam" vor. Geschrieben als Tagebuch erhielt man Einblick in die mörderischen Pläne eines jungen Mannes, der um dem neuen Freund seiner Ex-Freundin zu töten, tief in die Welt von Facebook eintauchen muss. Neben psychologisch tiefschichtigen Liebesverstrickungen tritt bei diesem in Wiesbaden spielenden Fall ein überaktionistisches Ermittlerduo auf. Im Gespräch wurde thematisiert, dass man gerne Krimis mit Regionalbezügen schreibt, obwohl die Landeshauptstadt in Wahrheit eine sehr niedrige Verbrechensrate vorweist. Die Zuhörer erfuhren zudem einiges, was das Team von "Dostojewskis Erben" anging, die neben einem Stammtisch im Literaturhaus verschiede gemeinsame Aktionen bei Events wie den lokalen Krimitagen durchführen.

20.6. Mundart Lesung "Aach Guude!", WeinLänder

Dass ein Lexikon starken Unterhaltungswert haben kann, bewies Peter-Michael Eulberg mit seiner Vortragslesung zu seinem Band "Aach Guude!". Auf 270 Seiten ist von A wie "Aadeggel" (Augendeckel) bis Z wie "Zotze"(Zipfel) das Vokabular des Sprachgebiets Rheingau aufgeführt. Und dass nicht nur wissenschaftlich fundiert bis in die Herleitungen auf das Französische oder Lateinische. Zur Freude der Gäste im WeinLänder gibt es zu jedem Wort teils pointierte Zitate und Aussprüche. Eulberg, als gebürtiger Eltviller und Bub aus einer Hoteliersfamilie stammend, erklärte im Gespräch auch, weshalb er zu der Buchidee gekommen ist.  Anekdotisches gäbe es ja viel von Zeitungsglossen bis zu Hedwig Witte. Aber Erläuterungen woher beispielsweise "Schampes" (Jean-Baptist) kommt , und wann man wen mit diesem Namen anspricht, dazu sei noch kaum etwas veröffentlicht. Gerne hätten Zuhörer das Buch gekauft. Derzeit ist aber die erste Auflage schon vergriffen.

22.6., "Raumatmosphären" bei PlanWerkStadt, 1Jähriges bei Kulturcafé Nane Rosa, Sommerfest KCR, Leibspeisen 131 Nationen

Die "PlanWerkStadt" in der Rüdesheimerstraße 2 öffnete ihr Büro, um unter dem Titel "Raumatmosphären" zu zwei Projekten zu informieren. Im Flurbereich wurde mit Fotos und Infomappen die aktuelle Situation vom Kureck dargestellt. Mit Kunststoffrasen, Picknickkorb und anderen Requisiten wurde eine Szenerie im Wellritztal als "Wellnesstal" inszeniert.


 

Das Kulturcafé Nane Rosa feierte sein einjähriges Bestehen. Viele Eltern mit ihren Kindern fanden sich ein, um gemeinsam einen gemütlichen Nachmittag zu verbringen.

Viel Betrieb herrschte beim traditionellen Sommerfest des Fastnachvereins KCR auf dem Wallufer Platz. Der Flohmarkt war gut bestückt. Grillwürstchen und selbstgebackener Kuchen fanden guten Absatz. An einem Stand konnten Kinder sich fantasievoll schminken lassen.

Volles Haus bei der Premiere von "Leibspeisen der 131 Nationen" in der Albrecht-Dürer-Schule. Bei der Veranstaltung, die fortgesetzt werden soll, geht es darum jeweils zwei Nationalgerichte zu präsentieren. Im Stadtteil Rheingauviertel-Hollerborn sind erstaunliche 131 Länder vertreten. Zum Start stellten sich Sri Lanka und Somalia vor. Gabriele Kammerer vom Ortsbeirat, und Ideengeberin des Konzepts, hatte zusammen mit Schülern und deren Eltern ein Menü aus zwei unterschiedlichen "Leibgerichten" in der Schulküche zubereiten lassen. Aber es wurde nicht nur aufgetischt. In einer Powerpointpräsentation erfuhr man Basisdaten zu den Ländern, zu den aufkochenden Familien und zu den Rezepten. Die zahlreichen Gästen, die an sorgsam eingedeckten Tischen von einem Schülerteam bedient wurden, bedankten sich mit viel Applaus.


"Wer hat meinen kleinen Jungen gesehen?", Theater HIN&WEG, Schillerschule Altbau, Lorcherstraße

Mit dem absurden Kinder-Suchspiel "Wer hat meinen kleinen Jungen gesehen?" fand seit langer Zeit endlich wieder einmal Theater in der Kellerbühne der Schiller-Schule statt. Das Theater HIN&WEG hatte einige Technik mit gebracht, um den mit Podesterie und Bühenvorhängen ausgestatteten Raum richtig bespielbar zu machen. Nach einer knappen Stunde war das abgängige Kind von den sich heftig streitenden Eheleuten endlich entdeckt, weil es sich telefonisch meldete. Schlauer Bub!

Ateliers Marcobrunnerstraße 13, "Kunst in Aktion", Offene Studios und Malaktionen

Bei gutem Wetter hatten vier Künstler ihre neu bezogenen Studios für Interessierte geöffnet. Im EG des Hinterhauses Marcobrunnerstraße 13 befinden sich im EG die Ateliers von Regine Fürst und Christa Göpfert. Untern dem Dach und im Keller haben Mireille Jautz und Jakob Tiessen eine neue Malheimat gefunden. Die Besucher und Künstler konnten ohne Zeitdruck oder Vernissagenstress über die Exponate plauschen. Im zweiten Außenhof waren Stoffplanen und andere Materialien zum Bemalen ausgelegt. Einige Gäste nutzen den Nachmittag auch einfach zum gemütlichen Gespräch mit den Nachbarn.

"Sommerliches Orgelkonzert", Ringkirche, Solist Hans Kielbock

Zahlreiche Zuhörer fand das "Sommerliche Orgelkonzert" in der Ringkirche. Besonderheit: Die Zuschauer können auf eine Leinwand projeziert dem Organisten beim Spielen auf die Fingern schauen. Wie man auf unserem Foto sieht, sind sogar teilweise drei Hände im Bild. Denn bei drei Manualen und einem Pedal braucht man einen Notenumblätterer. Drei barocke Tonsetzer und ein neuzeitlicher Komponist standen auf dem Programmzettel. Von Georg Muffat erklang ein meisterliches Schulstück aus dem "Apparatus musico-organisticus". Viel Vögelgezwitscher ertönte aus den hohen Pfeifen bei einem Nachtigallen-Stück von J.L.Krebs. Tänzerischer Schwung und höfische Eleganz entfaltete die "ciaconda d-moll" von Pachelbel. Die 1899 entstandene Symphonie "Nr. 1 op. 14" von Louis Vierne zeichnete sich durch viel Emotion aus. Der jahrelange Organist von Notre Dames in Paris war Strecken seines Lebens blind, und verstarb 1937 während seiner beruflichen Ausübung an seinem Instrument. In seiner kurzen und informativen Moderation versprach Hans Kielbock den Zuhörern augenzwinkernd, dass er hoffe, dass ihn das bei diesem Konzert hoffentlich nichts zustoßen möge. Der Eintritt war frei, um Spenden für die Orgelsanierung wurde gebeten.

Die Orgel der Ringkirche ist eine Denkmalorgel von überregionaler Bedeutung.Gebaut 1894 von der Firma Walcker ist sie die älteste Orgel in der Wiesbadener Innenstadt, die noch in ihrer originalen Klanggestalt erkennbar ist. Leider wurde die Orgel zwischen 1949 und 1955 in Teilen verändert, so dass ihr ein Teil ihres Charakters genommen wurde. Da das Instrument in den letzten Jahrzehnten etwas stiefmütterlich behandelt wurde, ist es inzwischen technisch stark reparaturbedürftig. Die letzte Reinigung der Orgel liegt schon über 20 Jahre zurück. In diesem Rahmen wurde auch die technische Seite der Orgel notdürftig repariert. Eine grundsätzliche Sanierung steht an dieser Stelle aber noch aus.

 

27.6. "Tschick", Gastspiel Staatstheater Wiesbaden in der Gerhard-Hauptmann-Schule, Mehrzweckraum

Rund 80 Minuten ohne Pause dauerte das Theaterstück "Tschick", mit dem das Staatstheater Wiesbaden im Rahmen der Kulturtage Rheingauviertel-Hollerborn in der Hauptmann-Schule gastierte. Für den Mehrzweckraum hatten sich die beiden Darsteller eine Lesefassung der inszeneierung, die sonst in der Wartburg mit riechtigen Bühnenbild und Requisiten gespielt wird, erarbeitet. Aber auch am Lesepult gabe es darstellerisch mit wenigen Requisiten die volle theatralische Packung in der Nacherzählung einer chaotisch-komischen Urlaubswoche von Maik und Tschick. Die beiden ganz unterschiedlichen vierzehnjährigen düsen in einem geklauten Schrottlada durch Brandenburg und erleben Abenteuerliches, Liebenswertes und Irres. Das Leben pur eben. Fabian Stromberger als Reichensöhnchen "Maik" und Benjamin Kiesewetter als russischer Chaosking "Tschick" trafen auf eine begeistertes Jugendpublikum, dass von Anfang an enthusiastisch mit ging. Nach der Vorstellung beantworteten die Schauspieler im direkten Gespräch einige Fragen zu ihrem Job.

Weitere Aufführungen von "Tschick" in der Wartburg unter: www.staatstheater-wiesbaden.de

Fotos: Aus der Mehrzweckhalle muss ein Theater werden. Begrüßung durch Direktorin Hildergard  Pöppe. Aufführung "Tschick". Verbeugen der Darsteller.

28.6. Die Kunstwerker in der Schiller-Schule, WeinLäder swingt, beim Turnerbund ging es bei Zumba rund

Wegen regnerischem Wetter wurde die Freiluftaktion von Die Kunstwerker(www.diekunstwerker.de) in die Schiller-Schuler/Altbau Lorcherstraße ins 1. Obergeschoss verlegt. Von 15 bis 17 Uhr konnten Kinder vor allem mit Styropor, Zahnstochern, Wolle, Glitzersachen und Stoffen basteln. Figuren, Häuser, Materialkollagen und andere phantasievolle Kreationen entstanden. Gelernt wurde nicht nur der Umgang mit Materialien wie zum Beispiel mit total flüssigem Klebstoff. Untereinander wurde geholten, oder über die einzelnen Ideen zusammen beraten.

Die Winebar WeinLänder hat einen neuen Chef: Frank Pauli. Seit etwa drei Wochen neu in Amt und Würden wurde die Location in der Rüdesheimerstraße 21 zuerst baulich etwas um gestaltet. Dann fanden zwei Lesungen zu Krimi und Mundart statt. Beim offiziellen Opening mit Kneipenfest im Rahmen der Kulturtage Rheingauviertel-Hollerborn spielte das Quartett "Ballhausmiezen" mit sattem Swing bei vollem Blecheinsatz auf. Im Saal wie auf der Terrasse versammelten sich Trauben von Gästen.

Der Turnerbund beteiligte sich bei den Kulturtagen mit einem Schnupperkurs für "Zumba". Diese sportart ist eine Mischung aus Jazz-Gymnastik und Tanz. Musikalisch werden ausschließlich heiße Rhythmen aus Lateinamerika eingesetzt. An sich für Erwachsene entwickelt, die Workouts wie Aerobic nichts abgewinnen können, hat sich das Tanztrainig aber auch bei Kindern als neuer Renner entpuppt. Beim Turnerbund ist Claudia Anderson Leiterin der Sparte.

Sonntag 30.6. Cricket-Pickmick im Europa-Viertel / Homburger Straße

Der Wiesbadener Cricketverein  im SVW 1899 beteiligte sich an den Kulturtagen mit einem Crickettraining für jedermann. Bei angenehmem Sommerwetter fanden sich Fans und Neugierige auf dem Spielfeld in der Homburgerstraße zusammen, um zu schauen, was es auf sich hat mit diesem Kultsport. Neben England wird vor allem in Indien dieses Ballspiel heiß und inning betrieben. Daher wundert es nicht, wenn die "Deutsche Nationalmannschaft" zu den größten Teilen aus Indern und Pakistani besteht. Zu den Kulturtagen wurde extra eine frequentierte Teestation auf gebaut. Nachbarn und Anrainer nutzten die Gelegenheit endlich hautnahn und mit Picknickdecke zu entdecken, was diese Männer in den weißen Pullis und weißen Hosen auf dem Ballsportfeld so machen. Sogar finnische Touristen hatten ihre Decke ausgebreitet!

PlanWerkStadt e.V., "Kartenspiel", Rüdesheimerstraße 2, ab 15 Uhr

Michaela Höllriegel und Heike Schroer begrüßten zahlreiche Interessierte, die sich an ihrem Stadtentwicklungskonzept "Kartenspiel" beteiligten. Interaktiv erforschte man der Kurstadt "indoor" am Tisch.

 

"Jazz meets Art", Hofkonzert mit Jazzport im Atelier Deutsch

Was passiert, wenn smarte Latinmusic auf kunterbunte Kunstgebilde trifft? Im Fall des Crossover-Konzept in der Rüdesheimerstraße 36 ein rundum gelungenes Zusammentreffen von Menschen und Kultur. Sowohl  die Hofgäste als auch die nachbarlichen Anwohner auf ihren Balkonlogenplätzen nahmen teil an einem entspannten Event.

Fotos: Alexandra Deutsch begrüßt die Gäste. Musik fürs Ohr und mit Augen im Hintergrund. Ausstellung in der Deutsch-Werkstatt. Konzert mit Publikum.

 

4.7. dichter vor ort. Lyrik-Performance im Hilde-Müller-Haus

Sprachakrobatik und Rockabilly

Im gut besuchten Saal vom Bürgerzentrum Hilde-Müller-Haus wurde am Ende der Lyriklesung "dichter vor ort" sogar noch das Tanzbein geschwungen. Motor der launigen Literaturperformance war das Rhthm'n Blues-Duo "Blue Cats". Mehrsprachig (Deutsch-Englisch-Indisch) wurde von dem Wiesbadener Dichterkombinat ganz im Stil der amerikanischen Beatnikbewegung querbeet gelesen, getaktet und getuned. Der Bassist Christopher Jones fungierte an diesem Abend als Musiker und Verfasser keck amouröser Verse. Das sichtbar eingespielte Autorenteam aus Gila Winterling, Lothar Kling und Dipankar Das Gupta bevorzugt das artistische Wortspiel, in dem die Wörtern und ihre Sinnhaftigkeit durch Neumontage, Neukombination oder neuartige Betonung hinterfragt werden. Für den geselligen Aspekt des lässigen Kulturmeetings sorgte eine kleinen kulinarischen Snacktheke. "dichter vor ort" entpuppten sich vom Konzept definitiv als Alternative zu den sonstigen Lyrikweihestunden.

 

6.7. Ein praller Kultur-Samstag: Jazz und Stadtleben, Kunst-Kurs mit Papier und Picknick mit Schlager und Ethno-Musik

Das Wellritztal hat auf der vorderen Wiese den "Erlebnistest" eindeutig bestanden. Internationale Kursteilnehmer der VHS-Gruppe "Tandem", Leute aus der Nachbarnschaft und Teile des Ortsbeirates trafen sich unter schattigen Obstbäumen bei herrlichem Sommerwetter. Ortwin Trapp aus Taunusstein glänzte am Akkordeon mit Volksliedern und Schlagern zum Mitsingen. Unterstützt von Trommel brachte Araya Alemseged die Saiten der Kraa zum Klingen und sang Traditionals aus Eritrea mit politischem Themen (Kolonialismus) als auch Volkslieder. Ein Gast verwandelte mit seiner Flöte das Duo-Konzert zu einer Ethno-Jam-Session. Ab 15 Uhr entführte Norbert Dörr eine Gruppe auf seine botanische Erkundungstour durch das Wellritztal. Weil das Gebiet historisch vor allem als Obst- und Gemüsegarten im 19. Jahrundert für die Wiesbadener und ihre tausende von Kurgästen als biologische Lebensmittelkammer diente, spannte sich der Bogen von klaren Nutzpflanzen hin zu Wiesenkräuten und Neuankömmlingen durch Umwidmung in einen renaturierten Park für jedermann. Natürlich wurde auf der Picknickwiese mit mitgebrachten Salaten, Frikadellchen, Kuchen, Baguette und Spundekäs lecker getafelt. Die Gäste aus aller Herren Länder nahmen von der Veranstaltung mit, dass diese grüne Oase ein toller und stadtnaher Platz ist, an dem sicher noch das ein oder andere Fest zu feiern sein wird.

Unser Tipp: Wenn Sie auf den Wellritzwiesen in kleiner Runde picknicken wollen, können sie das jederzeit. Bei Gruppen über 30 Personen und mit Musikbeschallung melden sie ihre Fest unkompliziert und gebührenfrei beim Ordnungsamt (Frau Gast: 0611 3145 30. Kommerzielle Feiern sind wegen des Naturschutzes und der Nachbarschaft nicht erlaubt! Das Wellritztal ist ein Bürgerpark und kein Event-Gelände. Toiletten: Über dem Kurt-Schumacher-Ring bei der Jugendherberge. Der Empfang und das EG-Bistro sind fast rund um die Uhr offen. Allen Picknickern wünschen wir viel Spaß!

7.7. Irischer Tanz und Celi-Party mit Feedle-and-Feet

Trotz tropischer Temperaturen war der Übungssaal von Fiddle-and-Feed in der Winklerstraße gut gefüllt. Anfänger und Geübte ließen es sich nicht nehmen nach kurzen Einweisungen diverse Tänze aufs Parkett zu legen. In den Pausen im Innenhof gab es Frischluft, und Handtücher kamen zum trockenenden Einsatz.


Herbst-Special: 31.8., 2. Rheingauer Weinprobe, Hilde-Müller-Haus

Dr. Helmut Arnold vom Ortsbeirat, Mitglied der Kulturarbeitsgruppe, hatte wie im Vorjahr eine 10er-Weinprobe mit Rheingauer Weinen im Hilde-Müller-Haus organisiert. Zusammen mit Mithelfern wurde der große Saal aufgebaut und charmant eingedeckt. Als Moderator konnte Hermann Becker aus Oestrich-Winkel gewonnen werden. Letzterer, bekannt als Mitverfasser des Führers "Wo`s Sträußche hängt", entpuppte sich als stupendes Regionallexikon des Rheingaus. In Versform, aus historischen Texten und in Anekdoten ließ er die Gegend, ihre Menschen und ihre Kreszenzen lebendig werden. Die Humorlage war bodenständig-rustikal und definitiv hochprozentig! Die Verkostung bot vor allem Bewährtes wie einen 2011er Assmannshäuser Höllenberg, 2011er Schloss Vollradser Riesling Kabinett oder 2011er Lorcher Pfaffenwiese von Garf von Kanitz. Dazu Spundekäs, Weck und Wasser. Ein Rundumpaket von Wein und Geist für unschlagbare 15€!

 

2.) Presse-Berichte zu den Kulturtagen Rheingauviertel-Hollerborn 2013 (in Auszügen)

Pfad zur Textquelle WK: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/stadtteile/schierstein/13162124.htm

10.06.2013 - WIESBADEN
(red). Nach der ersten Auflage der „Kulturtage Rheingauviertel-Hollerborn“ war wegen der regen Resonanz klar, das soll weiter gehen. Dem Festivalslogan entsprechend – „Fünf Viertel vielseitig in Bewegung“ – vereint das Programm Konzerte, Kindertheater, Lesungen, Picknicks und Workshops. (...)

Das Eröffnungsfest (16.Juni) ist in der Kreativgemeinschaft der „Vielfalterei“ angesiedelt. Von 11 bis 14 Uhr findet ein Hoffest statt. Jule Pater liest für Kinder „Pipi Langstrumpf“ unterstützt von einer Gebärdendolmetscherin für Gehörlose. Für Musik bei diesem Frühschoppen sorgt „Katjas Bazar“. „Junges und altes Rheingauviertel“(14 Uhr) heißt die Stadtteilführung mit Brigitte Forßbohm. Karsten Eichner und Christiane Geldmacher von der Vereinigung „Dostojewskis Erben“ sind die Gäste von „Mord im Rheingauviertel“(19. Juni, WeinLänder). Am gleichen Ort geht es am 20. Juni mit dem Titel „Aach Gude!“ um Rheingauer Dialekt, heiter und wissenschaftlich erläutert. (...)

 „Kunst in Aktion“ lautet das Motto der offene Ateliers mit Malaktionen im Hinterhof der Marcobrunnerstrasse 13.

Die „Ballmiezen“ spielem beim Kneipenfest im WeinLänder Swing (28. Juni). „Kleine Welten“ im Rheingauviertel (29./30. Juni) lautet die Idee zum multimedialen Workshop mit Fotograf Jochen Schnepf.

Das Sport-Picknick „Cricket-Tea-Time“ ist für den 30. Juni auf dem Ballsportgelände Europaviertel angesetzt, und bietet Probetrainings für jedermann. „Jazz meets Art“ (30. Juni) heißt das Crossover mit Jazzport (Musik) & A.Deutsch (Exponate). „Sommerwiese im Wellritztal“ ist eine Picknickaktion mit Musik zum Mitmachen ( 6. Juli, ab 14 Uhr), bei der das renaturierte Gelände öffentlich in Nutzung genommen wird. Zusätzlich gibt es um 15 Uhr eine botanische Führung. Der Workshop „Monotypie“ von Atelier Deutsch ist für den 6. und 7. Juli vorgesehen.

Pfad zur Textquelle WK: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/13167963.htm

Kulturtage im Wiesbadener Rheingauviertel

12.06.2013 - WIESBADEN

Von Anke Hollingshaus

131 Nationen leben im Stadtbezirk Rheingauviertel/Hollerborn. Und jede dieser Nationen hat ihre Leibspeise, ein Nationalgericht oder auch mehrere, die jeder kennt. Sag‘ mir, was du isst und ich sag‘ dir, wer du bist oder Ähnliches, sind Sprichwörter, die es auch fast überall auf der Welt gibt. „Mit dem Essen lernen wir auch die Kultur anderer Menschen kennen“, sagt Gaby Kammerer, die für die Grünen im Ortsbeirat mitarbeitet und die Idee der „Leibspeisen der 131 Nationen“ gehabt hat. „Ich habe die Idee aus Spanien mitgebracht“, berichtet Kammerer. (...)

Wohin gehen, wen aussuchen? Es musste eine Küche her, in der vor Ort ausreichend Platz zum Kochen größerer Portionen ist, die Küche sollte natürlich im Ortsbezirk liegen. Und, viel wichtiger noch, es mussten Leute gefunden werden, die bereit sind, die Küche ihrer Heimat vorzustellen. So kam Gaby Kammerer in Kontakt mit der Leiterin der Albrecht-Dürer-Realschule an der Lahnstraße, deren eine Straßenseite zum Ortsbeirats-Bezirk gehört. Auch die Dürer-Schule, die sich als angehende „Friedensschule“ ohnehin das Zusammenleben vieler Nationen zum Thema gemacht hat, wird von Kindern und Jugendlichen aus aller Welt besucht. Und so ist es auch der Schulleiterin zu verdanken, dass die Besucher des „Leibspeisen“-Abends am 22. Juni Speisen aus Sri Lanka und aus Somalia probieren können.

Denn die Kinder Athikan (seine Eltern sind Tamilen und kommen aus dem Norden Sri Lankas) sowie Mona und Mohamed (ihre Eltern sind somalischer Herkunft) besuchen die Dürer-Schule und „waren gleich Feuer und Flamme, als wir von der Koch-Idee berichtet haben“. Auch die Eltern machten mit, und so wird es nun beim Leibspeisen-Abend einerseits gefüllte Teigtaschen, „Samosa“, mit Rinderhack und Somali-Anjera als Speisen aus Ostafrika geben, das die somalische Familie präsentieren möchte. Und aus Sri Lanka gibt es Reisnudeln, mildes Auberginen- und eher scharfes Hähnchencurry. Das Rezept heißt I Diyappam. (...)

WK 17.Juni

WK 17.6. 2013, Red. Wiesbadener Stadtteile

Nicht so leicht einzuordnen

Kulturtage Rheingauvierterl Brigitte Forßbohm erläutert die Geshcifhte des Stadtteils rund im die Ringkirche

Von Falk Ruckes

WIESBADEN. Als Teil der zweiten „Kulturtage Rhein­gauviertel-Honerborn" stellte Brigitte Forßbohm während ihrer Führung „Junges und al­tes Rheingauviertel" die Ge­schichte eines der schönsten Stadtteile Wiesbadens vor. Gleich zu Beginn lüftete sie ein Geheimnis: Das Rhein­gauviertel ist nicht ein Viertel, sondern eigentlich mehrere Viertel. Auch das Europa- und Künstlerviertel und Holler­born gehören unter anderen diesem Stadtteil an.

Start der Führung war die Ringkirche, die 1894 einge­weiht wurde und ursprünglich frei stand. Forßbohm wies auf die architektonischen Eigen­heiten des Gotteshauses hin: „Es finden sich romanische Elemente, aber andererseits handelt es sich bei dem Ge­bäude um einen Rundbau. Man weiß nicht so recht, wie man es einordnen soll." Diese Besonderheiten rühren vom sogenannten Wiesbadener Programm her, nach dem mehrere protestantische Kir­chen in Wiesbaden Ende des 19.  Jahrhundert entworfen wurden. Dieses Programm orientierte sich an thüringi­schen Kirchenbauten der Re­formationszeit, bei denen auf ein lang gestrecktes Kirchen­schiff verzichtet wurde. (...)

Während dieser ersten Bau­phase entstanden im Rhein­gauviertel vor allem Häuser mit einer repräsentativen Außenfassade und einer gro­ßen Einfahrt, die in einen In­nenhof führte, der vor allem Werkstätten beherbergte. Noch heute finden sich in den Hinterhöfen Handwerker, aber auch zahlreiche Künst­lerateliers sind hier in den letzten Jahren entstanden. Die Bauten aus den 20er Jahren heben sich optisch vom Historismus beziehungs­weise Jugendstil der Kaiser­zeit ab. Sie erscheinen schlichter und verfügen nicht mehr über die Einfahrten in die Hinterhöfe. Doch haben auch sie ihre Besonderheiten: Beispielsweise sind an so einem lang gestreckten Ge­bäude in der Kiedricher Stra­ße mehrere Motive ange­bracht, die zusammengenom­men die Geschichte des Rheingaus erzählen. (...)

Brigitte Forßbohm stellte auf ihrem Weg durch die Ge­schichte auch einige Perlen des Viertels vor. So zum Bei­spiel das Cafe Klatsch, das Mitte der 80er Jahre als ein selbstverwaltetes Jugend- und Schülercafe entstand. Über die Jahre entwickelte es sich zu einem beliebten Szenelo­kal, das Gäste aus ganz Wies­baden anlockt.

Sommerfest des KCR 22.Juni

Im Rheingauviertel ist das Sommerfest des Karneval-Klubs gute Tradition

24.06.2013 - WIESBADENER KURIER

Von Marianne Kreikenbom

Sommerfest und Flohmarkt des Karneval-Clubs Rheingauviertel (KCR) haben eine gute Tradition auf dem Wallufer Platz. Seit im vergangenen Jahr die ersten Kulturtage Rheingauviertel-Hollerborn eröffnet wurden, gehört die Veranstaltung zum Programm.

Vor fünfzehn Jahren sei das Sommerfest des Vereins noch auf der Dachterrasse des Hilde-Müller-Hauses gefeiert worden, erinnerte sich KCR-Kassenwart Jörg Hey. Inzwischen findet es vor dem Haus statt, schon wegen des Flohmarkts, der 2008 dazukam. Den Spielplatz zum Greifen nah, waren Sommerfest und Flohmarkt auch diesmal wieder eine „runde Sache für die ganze Familie“. Etwa 25 Verkaufsstände sorgten für eine interessierte Kundschaft, die nicht nur aus dem Rheingauviertel kam. Im Angebot war vor allem gebrauchte Bekleidung für Kinder und Erwachsene, Spiele und Spielzeug, Hausrat, Lampen, Geschirr und Bücher. Es sei ein Flohmarkt der Bürger, sagte Jörg Hey. Keine Gewerbetreibenden Profis. Sabine Watts war zum ersten Mal dabei. An ihrem kleinen Stand bot sie Spielzeug, Schmuck und DVDs. Sie wohne hier gleich um die Ecke. Ihre inzwischen großen Kinder hätten sich von diversen Spielsachen getrennt, und der Flohmarkt biete eine günstige Gelegenheit zum Verkauf. (...)

„Wir leisten eine supertolle Kinder- und Jugendarbeit“, erklärte Simone Zell nicht ohne Stolz. Im Nachwuchs liege die Zukunft des Vereins. Schon viele hätten im KCR klein angefangen, seien inzwischen erwachsen und berufstätig und immer noch mit Freude dabei. Zu den Hoffnungsträgern gehören Janina Zell (16) und Quirin Lauth (12). Beide sind schon als Achtjährige in die Bütt gestiegen. Mehr als 30 Kinder machen im KCR mit. Zu den jungen Tänzerinnen des Vereins gehört Sarah Leucht von den „Starlights“, die gemeinsam mit Betreuerin Jessika Smith im Schminkzelt kleinen Mädchen und Jungen Schmetterlinge und Blüten ins Gesicht zauberte

 

Zu 22.6., Leibspeisen der 131 Nationen, Albrecht-Dürer-Schule

Wiesbadener Kurier, 25.6.

Etwas Landeskunde als besondere Zutat

Von Marianne Kreikenbom

Die Idee einer kulinarischen Veranstaltung mit Kostproben aus der Küche an­derer Nationen war schon 2012 gegen Ende der ersten Kulturta­ge im Rheingauviertel entstan­den. Gabriele Kammerer, Ver­treterin der Grünen im Ortsbei­rat Rheingauviertel-Hollerborn, war auf den Gedanken gekom­men. Sie kennt Ähnliches aus Spanien. Unterstützung erhielt sie von Anna Marx, Leiterin der Albrecht-Dürer-Schule. Gerade noch so - mit einer Hälfte der Lahnstraße - zählt die Schule zum nämlichen Ortsbezirk. Hier fand Gabriele Kammerer auch Jugendliche, deren Eltern res­pektive Mütter bereit waren, mitzumachen (...).

Die Dürer-Schule verfügt über eine große Küche und eine Cafeteria für Gäste. Bibliotheksmitarbei­terin Marica Barbaric besitzt zu­dem Erfahrungen im Service. Freundlich und sachkundig führte sie das Schülerinnenteam in seine Aufgaben ein. Am Freitag und Samstag war Gabriele Kammerer mit Familie Sivakumaran/Murugupillai aus Sri Lanka und Familie Afhaka-ma aus Somalia unterwegs zum Einkaufen. „Es war toll", schwärmte sie. (...)

Die Ortsvorsteherin Angelika Kopp sprach von der großen und oft überraschenden kulturellen Vielfalt im Quartier. Dazu gehören zweifellos auch Leibspeisen und Nationalgerich­te. Insgesamt 131 verschiedene Nationen gibt es laut Wiesbade­ner Statistik in den fünf Vierteln des Stadtbezirks. Daher auch der Titel des Abends, aus dem wahrscheinlich eine ganze Ver­anstaltungsreihe werden soll. Eine hervorragende Idee war es, die Jugendlichen - allesamt Schüler der Albrecht-Dürer-Schule - in einer kurzen Präsen­tation über die Herkunftsländer ihrer Familien berichten zu las­sen und die Rezepte in Original­sprache mit Übersetzung vorzu­stellen. Athikan Murugupillai erzählte, dass seine Eltern Tami­len sind und aus Mullaitivu stammen, einer Stadt im Nor­den Sri Lankas. Obwohl er we­gen des langen Bürgerkriegs noch nie in der Heimat seiner Eltern war, beherrscht er neben Deutsch auch Tamilisch in Wort und Schrift. Die Familie von Mona und Mohamed Afhakama kommt aus Hargeisa im Norden Somalias. Einem Ort, der als Hauptstadt des seit 1991 de fac­to unabhängigen Somaliland gilt. Die Reisnudeln zum milden Auberginen- und leicht scharfen Hähnchencurry (Idiyappam) aus Sri Lanka schmeckten aus­gezeichnet. Auch die mit Rin­derhack gefüllten Teigtaschen (Samosa) und das somalische Anjera (weiches gesäuertes Fla­denbrot) mit Lammfleisch und Sauce begeisterten das Publi­kum.